Am letzten Tag des Luxuskaufhauses Galeries Lafayette in Berlin hat es Berliner und Touristen noch mal in den Glasbau in der Friedrichstraße gezogen. Manche wollten die Chance nutzen, um auf den bereits fast leeren Verkaufsflächen ein übersehenes Schnäppchen zu ergattern. Andere kamen, um einen vorerst letzten Blick in das Gebäude zu werfen oder sich zu verabschieden.
Ein Foto vom «Ende des Kapitalismus»
«Ich selber bin im Kaufhaus nur einmal gewesen vor vielen Jahren», sagt eine Besucherin. «Ich dachte aber jetzt, zum Ende des Kapitalismus, mache ich mal ein paar Fotos.» Seit fast 30 Jahren waren die Galeries eine feste Größe im Zentrum von Berlin. Nun machen sie zu und gelten als weiteres Beispiel für die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen der stationäre Einzelhandel in deutschen Innenstädten seit Jahren steht.
Im Herbst vergangenen Jahres verkündete die französische Warenhauskette das Aus für den einzigen deutschen Standort in Berlin. Seither tobt eine Debatte darüber, wie der Glasbau des französischen Stararchitekten Jean Nouvel künftig genutzt werden soll.