Zwei Landkreise im Norden Brandenburgs wollen die Bahnstrecke von Neustadt (Dosse) über Meyenburg Richtung Mecklenburg erhalten und ausbauen. Dazu haben die Landräte aus Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, Christian Müller und Ralf Reinhardt (beide SPD) in Pritzwalk eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Laut der Kosten-Nutzen-Untersuchung könnte die Strecke über Kyritz, Pritzwalk, Meyenburg und Karow bis nach Rostock wirtschaftlich betrieben werden.
Die Untersuchung bestätige, dass die Strecke eine wichtige Verbindung für den ländlichen Raum sei und erhalten bleiben müsse, erklärte der Landkreis Prignitz. Damit sei die Strecke aus Sicht der Auftraggeber vom Bund förderfähig. Die Studie wurde von den Brandenburger Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie den Kreisen Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und dem Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern in Auftrag gegeben.
Constantin Pitzen von der Fahrplangesellschaft B&B aus Oelsnitz (Sachsen) stellte das Konzept mit dem Titel «Karower Kreuz 365+» vor. Demnach soll der Bahnhof in Karow (Mecklenburg) zu einem Knotenpunkt mit Umsteigemöglichkeiten nach Ludwigslust oder Waren (Müritz) mit entsprechenden Intercity-Anbindungen ausgebaut werden. Die Strecke von Neustadt (Dosse) bis Rostock könnte zudem in den geplanten Deutschlandtakt eingebunden werden. Der Bahnhof Pritzwalk soll dem Konzept zufolge als Knotenpunkt für Busverbindungen in Orte ohne Bahnanschluss dienen.