Im öffentlichen Personennahverkehr Brandenburgs haben sich die schweren Fälle von Kriminalität auch im vergangenen Jahr erhöht. Dennoch weist die Polizeistatistik für 2023 mit 4.953 Delikten insgesamt einen Rückgang im Vergleich zum Jahr zuvor um 514 Fälle aus. Dies geht nahezu ausschließlich auf die Abnahme bei den Delikten der sogenannten strafrechtlichen Nebengesetze zurück, wie aus der Antwort des Verkehrsministeriums in Potsdam auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Wilko Möller und Daniela Oeynhausen (beide AfD) hervorgeht. Dabei handelt es sich um Straftatbestände, die nicht im Strafgesetzbuch zu finden sind - konkret vor allem im Ausländerrecht.
Für 2021 zählte die Kriminalitätsstatistik der Polizei (PKS) 3.991 Straftaten nach 3.884 im Jahr 2020. Die Fälle der sogenannten strafrechtlichen Nebengesetze verringerten sich von 1.806 im Jahr 2022 auf 1.108 im vergangenen Jahr. Am häufigsten handelte es sich dabei um geringere Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylrecht sowie gegen das Freizügigkeitsgesetz. Darunter fallen Delikte wie unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt.