Der Stromausfall im September infolge eines Anschlags hat bei den Unternehmen im Technologiepark Adlershof Schäden zwischen 30 und 70 Millionen Euro verursacht. Ein Großteil der Betriebe am Standort habe daraufhin damit begonnen, Schadensanalysen und Notfallpläne zu erarbeiten oder neu zu denken, sagte der Chef der Betreibergesellschaft Wista, Roland Sillmann. Nur wenige der weit über 1.000 Unternehmen überlegten hingegen, Berlin zu verlassen. «Wir sehen eher eine Trotzreaktion: Jetzt erst recht», betonte Sillmann.
Genauer lässt sich der Schaden den Angaben zufolge nicht beziffern, weil die Auswirkungen bei den Unternehmen sehr unterschiedlich seien.
Wegen eines Brandanschlags auf einen Strommast war der Strom im Südosten Berlins über Tage ausgefallen. Einem Bekennerschreiben zufolge, das damals auf der linksextremen Internetseite «Indymedia» auftauchte und von der Polizei als authentisch eingestuft wurde, galt der Anschlag gezielt den Technologiefirmen. Am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof sind mehr als 1.300 Unternehmen angesiedelt, darunter viele Start-ups und wissenschaftliche Institute.