Wer Kim Riedles hinreißendes Lachen hört, vergisst einen kurzen Augenblick lang, wofür Millionen Menschen diese Schauspielerin kennen.
In der finsteren Netflix-Serie «Liebes Kind» spielte sie eine Frau, die von einem Entführer in einem unterirdischen Verlies gefangen gehalten wird. Ihre Figur Lena, deren wahre Identität sich erst im Laufe der Serie entpuppt, wird vom Verbrecher im Keller emotional und sexuell brutal missbraucht.
«Es passiert jetzt vieles zeitversetzt»
«Liebes Kind» war ein deutscher Welterfolg. Die Serie gewann vor wenigen Wochen einen International Emmy. Und für die Berlinerin Kim Riedle steht schon die nächste Hauptrolle an: Am 26. Dezember steigt sie bei der ARD-Reihe «Kommissar Van der Valk» als Ermittlerin ein.
«Es passiert jetzt vieles zeitversetzt», sagt die 42-Jährige im dpa-Interview fast ein bisschen ungläubig. «Die Serie "Liebes Kind" ist vor über einem Jahr herausgekommen. Jetzt plötzlich, durch die Emmy-Preisverleihung, sind überall sehr viele Bilder von mir in der Welt: Bilder aus der Serie und natürlich die Bilder der Preisverleihung. Auf einmal ist die Aufmerksamkeit auf mich gerichtet.»