Im Spreewald hat die Ernte des bekannten Spreewälder Meerrettichs begonnen. Nur vier Betriebe bauen die scharfe Wurzel in der Region an, wie der Spreewaldverein e. V. mitteilte. «Der Spreewälder Meerrettich bleibt damit eine echte Rarität», betonte Vereinschefin Melanie Kossatz. Auf insgesamt 10 Hektar entstehen jährlich rund 120 Tonnen.
Einer der vier Betriebe gehört Dirk Richter. In Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) baut der Landwirt auf 1,5 Hektar Meerrettich an. Da es genug geregnet hat, laufe die Ernte gut, sagte er.
Was er anbaut, ist bewusst gewählt: Auf dem Großteil seiner Fläche kultiviert Richter die «Alte Spreewälder Landsorte». Dahinter steckt der Sortenerhaltungsanbau, den er mit Unterstützung des UNESCO Biosphärenreservats Spreewald umsetzt. So sichert er die traditionelle «Meerrettich-Herkunft».