Der Landesjagdverband dringt auf rasche Regelungen in Brandenburg zum schnelleren Abschuss von Wölfen nach Weidetier-Rissen. «Der Abschuss schadenstiftender Wölfe muss in Brandenburg zur Routine werden», forderte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Kai Hamann.
Bund und Länder hatten sich im vergangenen Dezember auf neue Möglichkeiten für Schnellabschüsse sogenannter problematischer Wölfe geeinigt. Brandenburg habe die Wolfsverordnung entsprechend überarbeitet, teilte das Umwelt- und Agrarministerium auf Anfrage mit. Der Entwurf werde im kommenden Landtagsausschuss und mit den betroffenen Verbänden besprochen.
Erst nach Inkrafttreten einer neuen Wolfsverordnung sind dann auch Schnellabschüsse möglich. Aus der CDU-Landtagsfraktion hieß es vor kurzem, man erwarte von Agrarminister Axel Vogel (Grüne) eine zügige Umsetzung.
Die Umweltminister des Bundes und der Länder hatten angesichts von zunehmend Weidetier-Rissen und Protesten von Landwirten vereinbart, dass anders als bisher für den Abschuss von problematischen Wölfen nicht erst eine DNA-Analyse abgewartet werden muss.