Für den insolventen brandenburgischen Kunststoff-Veredler Domo Engineering Plastics ist ein neuer Investor gefunden. Der Standort in Premnitz (Kreis Havelland) sowie 50 Arbeitsplätze blieben erhalten, teilte der Insolvenzverwalter Lucas Flöther mit. Er habe sich mit einem Investor auf die Übernahme des Geschäftsbetriebs geeinigt. 20 Beschäftigte in Premnitz werden demnach aber nicht übernommen.
Domo in Premnitz ist eine Tochterfirma des belgischen Chemieunternehmens Domo-Chemicals. Zwei andere Domo-Töchter mit Sitz im sachsen-anhaltischen Leuna wurden bereits von einer neu gegründeten Gesellschaft übernommen.
Insolvenzverwalter Flöther teilte mit, nun habe auch der Standort Premnitz wieder eine Perspektive außerhalb der Insolvenz. Hinter dem Käufer stehe der branchenerfahrene und international ausgerichtete Investor Lone Star Funds. Er übernehme auch weitere Teile der weltweit tätigen Domo-Gruppe, so Flöther. «Bezüglich der 20 Beschäftigen, die nicht Teil der Investorenlösung sind, wurde mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich mit Sozialplan abgeschlossen.»
Die Domo Engineering Plastics GmbH in Premnitz veredelt spezielle technische Kunststoffe (Polyamid 6) mit hoher Festigkeit. Sie werden in der Automobil-, Elektro- und Konsumgüterindustrie eingesetzt.
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