Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) auf dem Gelände des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld eröffnet. «Die Bundesregierung hat größtes Interesse an einer starken Luft- und Raumfahrtbranche in Deutschland und Europa», sagte der Kanzler nach einem knapp zweistündigen Rundgang über die Messe. «Ihre Innovationen und Erfindungen begeistern nicht nur das Publikum hier auf der ILA.»
Die Industrie antworte auf die geopolitischen Herausforderungen dieser Zeit mit Innovationen, sagte Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, Michael Schöllhorn, bei der Eröffnung der Messe. «Die zivile Luftfahrt präsentiert Fortschritte bei der Nachhaltigkeit, die auch ein Wettbewerbsvorteil werden.» Die militärische Luftfahrt zeige die Systeme der Zukunft. Und die Raumfahrt führe vor Augen, «wie Europa einen unabhängigen Zugang zur Nutzung des Alls gewährleisten kann».
Doch die technologische Spitzenstellung Europas bei diesen Themen sei umkämpft. «Die Branche steht auch unter Druck.» Um bestehen zu können, brauche es den richtigen politischen Rahmen. «Auch benötigen wir Planbarkeit beim Verteidigungsbudget und letztlich auch Bestellungen, sonst brechen uns heute die Mittelständler und die Zulieferer weg, dessen Kapazitäten und Fähigkeiten in Zukunft entscheidend sein werden.»