Die IG Metall kritisiert den Stahlkonzern ArcelorMittal scharf für seine Pläne, die Werke in Bremen und Eisenhüttenstadt nicht auf eine klimafreundlichere Produktion umzustellen. «Diese Entscheidung ist strategisch kurzsichtig, unternehmerisch falsch und mit Blick auf die Beschäftigten wie auch auf die gesamtgesellschaftlichen Folgen in höchstem Maße unverantwortlich», sagte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der Gewerkschaft.
Der klimaneutrale Umbau der Stahlindustrie sei ein Jahrhundertprojekt. «Es geht um die Zukunft von tausenden Arbeitsplätzen in Bremen und Eisenhüttenstadt.» Die Beschäftigten hätten sich darauf eingelassen, die Politik stelle Förderungen in Milliardenhöhe bereit und der Strompreis bewege sich in die richtige Richtung. «Die einzigen, die die Nerven verlieren und wackeln, sind die Manager von ArcelorMittal», kritisierte Kerner. Die Bundesregierung müsse umgehend einen Krisengipfel für die Stahlindustrie einberufen.