Die Zahl der Täuschungsversuche bei den theoretischen Führerscheinprüfungen ist in Berlin im vergangenen Jahr stärker gestiegen als in jedem anderen Bundesland. Aufgedeckt wurden 497 Fälle, im Jahr zuvor waren es 399 - ein Zuwachs von rund 25 Prozent, wie aus Zahlen des Tüv-Verbands hervorgeht. Die meisten Täuschungsversuche wurden demnach in Nordrhein-Westfalen registriert (1.378), gefolgt von Berlin und Bayern (449).
Deutschlandweit wurden 4.239 derartige Betrugsfälle registriert. Damit bleibt der Prüfungsbetrug nach starken Zuwächsen in den Vorjahren ein Problem (2023: 3.759 Fälle, 2024: 4.198).
«Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert», sagte Fani Zaneta vom Tüv-Verband. Zugleich gebe es vermutlich ein großes Dunkelfeld, da nur ein Teil der Täuschungen entdeckt werde.