Für Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey ist die Diskussion über deutlich höhere Gebühren fürs Anwohnerparken nicht beendet. Die bisherigen Kosten von 10,20 Euro im Jahr für die Parkvignette seien einfach zu niedrig, argumentierte die SPD-Politikerin. Aus ihrer Sicht sei ein Euro am Tag zumindest für größere Fahrzeuge angemessen - also 365 Euro im Jahr. Für Kleinwagen könne sie sich einen niedrigeren Betrag vorstellen als für ein SUV.
«Die großen SUVs nehmen auch mehr Platz weg.» Ein Euro am Tag sei in dem Fall nicht unzumutbar. Die Summe hatte Giffey vor kurzem bereits ins Gespräch gebracht. «Natürlich muss es Sonderregelungen geben», sagte sie. Ausnahmen hält die Wirtschaftssenatorin zum Beispiel für Menschen sinnvoll, die im Gesundheitswesen arbeiten oder für Handwerker. Wie mit dem Wirtschaftsverkehr insgesamt umgegangen werden soll, müsse besprochen werden.