Pendlerinnen und Pendler in der Hauptstadtregion müssen sich im Zuge der Generalsanierung Hamburg-Berlin auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Der Regionalverkehr werde zeitlich und räumlich so sehr eingeschränkt wie seit Jahrzehnten nicht, sagte Patrick Fiedler vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB). Das Problem sei, «dass wir einen wirklich sehr, sehr großen Bereich in der Fläche haben, wo keine Schienenangebote mehr erbracht werden können für diesen Zeitraum».
Konkret bedeutet das beispielsweise, dass die Fahrt von Wittenberge im Nordwesten Brandenburgs zum Berliner Hauptbahnhof nicht mehr eineinhalb Stunden - wie derzeit mit dem RE8 - sondern dreieinhalb Stunden dauern wird. «Das ist die bittere Wahrheit», sagte Fiedler. Von Perleberg nach Berlin werde es mit dem Schienenersatzverkehr drei Stunden dauern. Derzeit sind es im Regionalverkehr knapp zwei Stunden. «Uns ist bewusst, dass wir unseren Fahrgästen hier sehr viel abverlangen», sagte Henriette Hahn von der Deutschen Bahn. Gerade deshalb wolle man früh und umfassend informieren.