Beim Heizen von Wohnungen und Gebäuden in Berlin spielen erneuerbare Energien nach Angaben des Versorgers Gasag nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Lediglich acht Prozent der Gebäudewärme stammen aus nachhaltigen Quellen, wie der Strom- und Gasanbieter am Dienstag in Berlin mitteilte. Zwei Drittel der Wärmemenge stammten aus Erdgas. Kohle und Gas stehen demnach für nahezu ein Fünftel der Wärmeversorgung. «Der Umbau des Gasnetzes und der Ausbau grüner Erzeugungsanlagen für Quartiere erfordern mehr Ressourcen und Kapazitäten», sagte Gasag-Vorstandsmitglied Stefan Hadré.
Das gilt auch für das Berliner Fernwärmenetz. Rund zwei Drittel des Wärmeverbrauchs in Berlin stammen aus der Fernwärme. Die wiederum wird zu lediglich elf Prozent aus erneuerbaren Energien gespeist. Die Gasag will deshalb im laufenden Jahr die Investitionen auf rund 174 Millionen Euro steigern und das Geld größtenteils für den Umbau der Wärmeversorgung verwenden. Das wäre ein Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zu 2030.