Lange Fahrzeiten und zusätzliche Umstiege belasten viele Fahrgäste im Ersatzverkehr zwischen Hamburg und Berlin wegen der Generalsanierung der Bahn-Strecke. «Viele sind aufs Auto ausgewichen», sagte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn in Mecklenburg-Vorpommern, Marcel Drews, mit Blick auf die vergangenen Monate. Das habe dazu geführt, dass Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) oft weitgehend leer fuhren.
«Es läuft im Großen und Ganzen gut», sagte der Sprecher von Pro Bahn in Schleswig-Holstein und Hamburg, Karl-Peter Naumann. Auch wenn die Ersatzrouten für Fahrgäste herausfordernd seien. Nach Angaben des Pro-Bahn-Vorsitzenden in Berlin und Brandenburg, Martin Pogatzki, hat es anfangs noch Probleme bei der Barrierefreiheit und der Beschilderung gegeben. Mittlerweile kämen keine entsprechenden Hinweise mehr von Fahrgästen.
Noch bis Ende April soll auf der wichtigen Zugstrecke gebaut werden. Heute Nachmittag will Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) in Schwerin zusammen mit Vertretern von Bus und Bahn eine Zwischenbilanz ziehen.