Eine Tierrechts-Organisation hat Vorwürfe der Tierquälerei gegen einen Entenmast-Betrieb im Osten Brandenburgs erhoben und Anzeige erstattet. Das Unternehmen sieht keine Verletzungen des Tierschutzes und wies die Anschuldigungen zurück. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) konnte einen Eingang einer Strafanzeige bislang nicht bestätigen.
Aufnahmen mit versteckten Kameras
Die Organisation Animals Rights Watch (ARIWA) bezieht sich auf Videomaterial, das mit versteckten Kameras aufgenommen wurde. Sie wirft dem Entenmast-Betrieb in Brandenburg vor, dass Tiere beim Verladen getreten, geworfen und an einem Flügel hoch gezerrt worden seien und spricht von «systematischer Misshandlung». Zuerst berichtete der RBB darüber. Bereits 2023 hatte sich die Organisation gegen den Betrieb gewandt und ihm Tierschutz-Verstöße vorgeworfen.
Die Brandenburger Landestierschutzbeauftragte Anne Zinke sagte dem RBB zu den erneuten Vorwürfen: «Aus meiner Sicht sind da ganz klar Tierschutzverstöße zu sehen, weil Tiere zum Teil geworfen werden, dann nicht direkt wieder aufstehen. Also sie haben offensichtlich Schmerzen oder leiden».