Ein ehemaliger Braunkohletagebau in Cottbus-Nord hat sich in einen 1.900 Hektar großen See verwandelt. Vor etwa fünfeinhalb Jahren begann der Energiekonzern Leag mit der Flutung, jetzt ist der See gefüllt. Er habe erstmals den Zielwasserstand von 62,5 Meter über Normal erreicht, teilte die Leag mit. Damit werde die Flutung des Ostsees mit Spreewasser vorerst ausgesetzt.
Der See ist gut zweieinhalbmal so groß wie der Große Müggelsee in Berlin. Die Stadt bezeichnet ihn als größten künstlich angelegten See Deutschlands. Vorerst bleibt er aber eine Baustelle, der Zutritt ist verboten. Bis der See Tourismus und Erholung dienen kann, wird es noch Jahre dauern.
Die Leag will den See für die Energiewende nutzen und hat darauf eine schwimmende Solaranlage gebaut. Zudem soll das Ostseewasser nach Plänen der Stadt Fernwärme liefern. Auch ein Stadtquartier am Wasser soll entstehen.