Beim Ersatzverkehr entlang der Bahnstrecke Hamburg-Berlin spielt sich derzeit ein kleiner Wirtschaftskrimi ab - und die Fahrgäste sind die Leidtragenden. Marode Busse, Fahrzeugausfälle und keine digitalen Fahrgastinfos: Die Qualität des Angebots hat sich in den vergangenen Tagen deutlich verschlechtert. Grund ist ein Streit zwischen der Betreibergesellschaft Ecovista und einem Investor.
Ecovista-Chef Michael Bader will die Qualität laut eigener Aussage möglichst schnell wieder bessern. Zugleich dämpft er die Erwartungen der Deutschen Bahn und der Fahrgäste. «Wir werden die Busflotte verbessern, so dass sie immer mehr dem vertraglichen Standard entspricht», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Realistischerweise werden die Busse aber nicht den Standard einer komplett neuen Flotte erreichen.»