Eine Debatte über eine dritte Start- und Landebahn am Hauptstadtflughafen BER stößt in Brandenburg auf verärgerte Reaktionen und Unverständnis. «Ehrlicherweise geht mir diese Berliner Arroganz ziemlich auf die Nerven», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Ludwig Scheetz, in Potsdam.
Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hatte sich für eine weitere Start- und Landebahn am BER ausgesprochen, der im brandenburgischen Schönefeld liegt. «Wir müssen gucken, dass wir eine neue Landebahn bekommen», sagte sie bei einer Veranstaltung der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK). Konkrete Pläne gebe es allerdings nicht.
Der SPD-Politiker Scheetz sagte am Mittag: «Diese permanenten Diskussionen, die in allen regelmäßigen Abständen aus Berlin getragen werden, werden auf den Rücken der Anwohnerinnen und Anwohner ausgetragen. Das werden wir nicht mitmachen (...).» Die Flughafengesellschaft sei aktuell auf einem guten Weg, was die wirtschaftliche Stabilität angehe und «jetzt hier so eine Debatte wieder zu entfachen, kann ich nicht nachvollziehen».