Monatelang haben Hunderte Beschäftigte des belgischen Chemieunternehmens Domo Chemicals um ihre Jobs gebangt, nun können viele von ihnen aufatmen. Die Stilllegung des Chemiewerks ist abgewendet, das Werk wurde an eine neu gegründete Auffanggesellschaft übertragen, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte. Diese wird jeweils hälftig von InfraLeuna und dem auf dem Gelände des Chemieparks ansässigen Unternehmens Leuna-Harze getragen. Ob der dritte Domo-Standort in Brandenburg gerettet werden kann, ist weiterhin unklar.
Ministerpräsident Sven Schulze zeigte sich mit der «Leuna-Lösung» zufrieden. «Für uns als Land ist das jetzt eine sehr, sehr gute Lösung, die jetzt hier präsentiert wurde», sagte der CDU-Politiker.
Er sei, damals noch als Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, zu Beginn entsetzt über den Zustand des Unternehmens gewesen. «Sie sollten wissen, dass Domo eines der Herzstücke in der gesamten chemischen Industrie hier in Sachsen-Anhalt und auch relevant für Deutschland ist», betonte Schulze. Mit dem Fall Domo sei gezeigt worden, dass Lösungen gefunden werden können, wenn sie gebraucht werden.