loading

Nachrichten werden geladen...

Veröffentlicht mit CMS publizer®

BVG verschiebt Fahrgastbetrieb mit autonomen Kleinbussen in Berlin

Der probeweise Fahrgastbetrieb im BVG-Projekt «NoWeL 4» mit autonom fahrenden Kleinbussen verzögert sich. (Archivbild) / Foto: Carsten Koall/dpa
Der probeweise Fahrgastbetrieb im BVG-Projekt «NoWeL 4» mit autonom fahrenden Kleinbussen verzögert sich. (Archivbild) / Foto: Carsten Koall/dpa

Start des Pilotprojekts NoWeL 4 mit VW ID. Buzz AD in Berlin verzögert sich; Fahrgastbetrieb soll bestenfalls noch 2026 beginnen.

Der Testbetrieb mit Fahrgästen in autonomen Kleinbussen im Rahmen eines Pilotprojekts der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verzögert sich. Die Fahrgäste sollten ursprünglich schon im ersten Halbjahr in den autonom fahrenden, elektrischen Bussen des Herstellers VW Platz nehmen können. 

Nun sei das Ziel, «bestenfalls noch in diesem Jahr» mit dem Fahrgastbetrieb zu starten, teilte die BVG auf Anfrage mit. «Damit es im Herbst losgehen kann, arbeiten alle Beteiligten aktuell an technischen Anpassungen und den notwendigen betrieblichen Vorbereitungen.» 

Damit könnte es zumindest etwas schneller gehen, als Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) jüngst befürchtet hatte. Im «Tagesspiegel» hatte sie angekündigt, dass der Probebetrieb erst im kommenden Jahr beginnen könne. Zu den Gründen der Verzögerung äußerte sich die BVG auf Nachfrage nicht. 

Das Verkehrsunternehmen und mehrere Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft hatten das Projekt «NoWeL 4» im vergangenen Jahr im Berliner Nordwesten gestartet. Beteiligt ist etwa das Unternehmen Moia, das seit 2019 einen Sammeltaxi-Dienst in Hamburg anbietet. Bisher absolvierten die Fahrzeuge lediglich Test- und Vermessungsfahrten. 

Nahverkehr mit autonomen Angeboten verknüpfen

Ziel des Projektes sei es, den klassischen Nahverkehr mit flexiblen, autonomen Angeboten zu verknüpfen. Während des Fahrgastbetriebs sollen fünf Fahrzeuge in einem etwa 15 Quadratkilometer großen Testgebiet unterwegs sein. Dieses umfasse Teile von Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf. «Die Fahrzeuge bewegen sich frei im definierten Gebiet und bedienen bei Bedarf rund 80 Bushaltestellen und virtuelle Haltepunkte», heißt es bei der BVG.

Seit 2017 erprobt das Unternehmen in mehreren kleineren Projekten das autonome Fahren. Anders als bei diesen Versuchen sind die mit zahlreichen Kameras und Sensoren und mit viel Elektronik ausgestatteten neuen Fahrzeuge vom Typ VW ID. Buzz AD nach BVG-Angaben in der Lage, auf dem sogenannten Autonomielevel vier zu fahren. Dieses Level ist Voraussetzung für einen komplett fahrerlosen Betrieb. 

Während der Testfahrten ist allerdings noch eine Person auf dem Fahrersitz dabei, um die Abläufe zu kontrollieren und im Notfall einzugreifen. Zusätzlich werden die Fahrzeuge aus einer Projektleitstelle fernüberwacht.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten