Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen im Frühjahr weitere neue U-Bahnen bestellen. Das sagte BVG-Chef Henrik Falk dem «Tagesspiegel». «Es kommt nicht darauf an, möglichst schnell möglichst viele Fahrzeuge einzukaufen, sondern die richtige Anzahl zum richtigen Zeitpunkt», sagte Falk. «Weitere Bestellungen sind aber schon im nächsten Frühjahr geplant.» Das Unternehmen sei dazu mit dem Hersteller Stadler im Gespräch.
In Berlin sind zwei verschiedene U-Bahnmodelle unterwegs. Auf den Linien U1 bis U4 fahren sogenannte Kleinprofil-Bahnen, auf den weiteren Linien die sogenannten Großprofile. Die beiden unterschiedlichen Profile werden gebraucht, weil die Tunnel unterschiedlich groß sind.
Auf welches Modell sich die neuen Bestellungen beziehen werden, sagte Falk nicht. «Klar ist: Wir laufen definitiv nicht in die nächste "U-Bahn-Krise" hinein, weil wir zu wenig Fahrzeuge bestellen», erklärte der BVG-Chef.
Derzeit liefert Stadler jede Woche neue Kleinprofil-Wagen der Baureihe JK. Sie werden bislang nur auf der Linie U2 eingesetzt. Die Großprofil-Baureihe J soll ab dem Frühjahr in den Fahrgastbetrieb gehen. Aktuell sind insgesamt 484 Wagen der beiden Schwesterbaureihen bestellt, ein Rahmenvertrag zwischen BVG und Stadler sieht aber noch deutlich mehr Wagen vor.