Ein Snack aus Ackerbohnen und Kaffee aus Lupinen? «Das mag man sich gar nicht vorstellen», sagte Frank-Walter Steinmeier, als er die Alternative zum Bohnenkaffee in kleinen Tüten begutachtete. Am Dienstag informierte sich der Bundespräsident auf einem landwirtschaftlichen Versuchsfeld im brandenburgischen Müncheberg östlich von Berlin über neue Chancen für den Anbau von Hülsenfrüchten wie Lupinen, Ackerbohnen und Kircherbsen - und darüber, welche Lebensmittel in Zeiten zunehmenden Fleischverzichts entstehen.
Bei einem Besuch des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg widmete sich das Staatsoberhaupt - auf dem Acker und im Labor - einer Neuausrichtung der Landwirtschaft als Folge des Klimawandels. Steinmeier sagte, die rund 500 Mitarbeiter der Einrichtung wollten mit modernster Technologie und mit hohem wissenschaftlichem Ehrgeiz zeigen, wie in dieser Region mit kargen Sandböden Landwirtschaft auf modernstem Niveau möglich sei. Er bezeichnete den Klimawandel als eine riesige Herausforderung für die Landwirte. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass der Wandel nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum gelingen werde.