Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Berlin (BUND) hat die geplante Einführung eines 29-Euro-Tickets für Busse und Bahnen scharf kritisiert. «Der von der schwarz-roten Landeskoalition eingeschlagene Weg mit dem 29-Euro-Ticket zeugt von einer großen Verantwortungslosigkeit, deren Auswirkungen nicht nur in Berlin, sondern bundesweit zu spüren sein werden», erklärte BUND-Landesgeschäftsführer Tilmann Heuser am Sonntag.
«Mit der Einführung des 29-Euro-Tickets verpasst Berlin tatsächlich eine Chance, das Deutschlandticket zu stärken», meinte er. Aus seiner Sicht wäre es besser gewesen, auf Basis dieses 49-Euro-Tickets Menschen mit geringem Einkommen mit verbilligten Angeboten zu entlasten.
«Zielgruppengenau rabattierte Deutschlandtickets sind nicht nur wesentlich haushaltsschonender. Es ist auch ein sozial gerechterer Ansatz», erklärte Heuser. Stattdessen würden nun für viel Geld in hohem Maße pendelnde Beschäftigte entlastet, die bereits seit Einführung des Deutschlandtickets und des noch günstigeren Jobtickets spürbar weniger für den Nahverkehr ausgeben müssten.