Der Lausitzer Energiekonzern Leag schaltet an diesem Sonntag zwei Blöcke seines Braunkohlekraftwerks in Jänschwalde endgültig ab. «Die Blöcke E und F des Kraftwerks Jänschwalde werden zum 31. März 2024 stillgelegt, stehen also ab dem 1. April nicht mehr für die Stromproduktion zur Verfügung», teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. In Nordrhein-Westfalen werden zudem fünf Kraftwerksblöcke stillgelegt. Die Netzagentur sieht keine Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit.
Wegen der Energiekrise waren die beiden 500-Megawatt-Kraftwerksblöcke in der Lausitz im Herbst 2022 zur Erhöhung der Versorgungssicherheit aus der Reserve geholt und befristet wieder ans Netz genommen worden. Für die Reaktivierung der Anlagen aus der Sicherheitsbereitschaft kehrten auch ehemalige Beschäftigte aus dem Ruhestand an ihre alten Arbeitsplätze zurück. Ende 2028 soll das Kraftwerk Jänschwalde vollständig stillgelegt werden.
Die Lausitz bereitet Schritt für Schritt den Abschied von der Kohle vor. Nach dem deutschen Kohleausstiegsgesetz wird ab 2038 kein Strom mehr aus Kohle erzeugt. Die Ampel-Parteien SPD, Grünen und FDP hatten in ihrem Koalitionsvertrag aber auch vereinbart, den Kohleausstieg «idealerweise» von 2038 auf 2030 vorzuziehen. In der Region stößt ein Vorziehen auf Ablehnung.