Der Autozulieferer Brose beendet nach gut einem Jahrzehnt seinen Ausflug in die Fahrradindustrie und verkauft sein Geschäft mit E-Bike-Motoren an Yamaha. Die 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Berlin tätig und werden von dem japanischen Konzern übernommen, wie das Bamberger Unternehmen mitteilte. Yamaha plant demnach den Aufbau einer eigenen Entwicklungsbasis in Europa. Den Verkaufspreis nannte Brose auf Nachfrage nicht. Das Bamberger Unternehmen will sich demnach wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Zuerst hatte der «Fränkische Tag» berichtet.
Brose in schwieriger Lage – Fahrradindustrie ebenso
Brose ist wie viele Autozulieferer in wirtschaftlich schwieriger Lage. Im Dezember hatte das Familienunternehmen publik gemacht, dass es für 2024 einen Verlust von 53 Millionen Euro erwartet. Bis Ende dieses Jahres sollen demnach in Deutschland 700 Stellen gestrichen werden. Vom Verkauf der Fahrradmotorproduktion war im Dezember noch nicht die Rede gewesen.
Abgesehen davon sind auch in der Fahrradindustrie die Jahre des coronabedingten Booms vorüber. Nach Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands brach die Produktionszahl der deutschen E-Bike-Hersteller 2024 um knapp 15 Prozent auf gute 1,3 Millionen Elektroräder ein.
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