Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) sieht den Umgang des US-Elektroautobauers Tesla mit Wasser als Vorbild für andere Unternehmen. «Tesla ist eine Lehre: Wir brauchen bei Ansiedlungen unbedingt einen Wassercheck», sagte der Grünen-Politiker dem «Tagesspiegel» (Donnerstag). «Und zweitens ist Tesla dadurch enorm unter Druck gesetzt worden, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Und das haben die auch gemacht.» Umwelt- und Naturschützer haben Bedenken gegen das einzige europäische Autowerk von Tesla in Grünheide bei Berlin - vor allem wegen des Wasserverbrauchs. Brandenburg kämpft mit Trockenheit und das Tesla-Gelände liegt teils in einem Wasserschutzgebiet.
Der Grünen-Politiker sieht bei Tesla keinen überdurchschnittlichen Wasserverbrauch - im Gegenteil. «Dabei sind die Mengen für das E-Autowerk in den Proportionen nichts im Vergleich zu wirklich großen Wasserverbrauchern in Brandenburg», sagte Vogel. «Ob das Rüdersdorfer Zementwerk gleich in der Nähe, die Stahlwerke Eisenhüttenstadt oder Hennigsdorf, die Papierfabriken oder die Raffinerie Schwedt.» Der Wasserverbrauch des Wasserverbandes Strausberg-Erkner sei seit Inbetriebnahme der Tesla-Fabrik gesunken. Er nannte es positiv, dass nun darüber gesprochen werde, dass Wasser ein limitierender Faktor für Ansiedlungen sei.