Brandenburg will ab 2026 den sogenannten Windeuro erhöhen - eine Sonderabgabe der Betreiber von Windenergieanlagen an die umliegenden Kommunen. Wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, sollen die Gemeinden nicht mehr wie bisher pauschal 10.000 Euro jährlich pro Windkraftanlage bekommen. Künftig soll die Abgabe abhängig von der Leistung sein. «Mit 5000 Euro pro Megawatt installierter Leistung können moderne Windenergieanlagen die umliegenden Kommunen mit rund 30.000 Euro pro Jahr beteiligen.» Dem Ministerium zufolge beschloss die Landesregierung die Änderungen für den «Windeuro», das Gesetz muss entsprechend angepasst werden und noch durch den Landtag.
Seit 2019 werden Kommunen in Brandenburg über eine Abgabe am Betrieb der Windenergieanlagen in ihrem Umfeld beteiligt. Die Kommunen haben dadurch Anspruch auf die Zahlung von insgesamt 1,87 Millionen Euro, wie das Ministerium mitteilte.
Die Neuregelung soll laut Ministerium aufgrund der langen Planungsphasen erst für Anlagen gelten, die ab dem 1. Januar 2026 in Betrieb gehen und neu sind oder alte Anlagen ersetzen (sogenannte Repowering-Windenergieanlagen). Künftige Leistungssteigerungen der Anlagen würden damit berücksichtigt und leistungsschwächere Anlagen nicht durch eine pauschale Sonderabgabe benachteiligt, hieß es. Neu ist auch, dass die Kommunen künftig über die Zahlungen und die Verwendung des Geldes berichten müssen.