Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf das Tesla-Werk in Grünheide hat Brandenburgs CDU-Chef Jan Redmann gefordert, den Generalbundesanwalt einzuschalten. «Ich erwarte, dass der Generalbundesanwalt prüft, die Ermittlungen zu übernehmen», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im RBB-Inforadio. «Er ist zuständig für die Bekämpfung von Terrorismus, auch von Linksterrorismus.» Redmann gehe davon, dass der Anschlag von Linksextremisten verübt wurde, die eine andere Gesellschaftsordnung herbeiführen wollten. «Sie haben eine andere Vorstellung davon, wie unsere Gesellschaft funktionieren soll. Wahrscheinlich eine anarchistische Vorstellung und wollen das mit Gewalt durchsetzen. Das erfüllt für mich die Voraussetzungen von Terrorismus.» Die Anschläge seien eine neue Dimension, sagte Redmann.
Der Brand eines Strommastes in der Nähe der Fabrik in Grünheide bei Berlin, der zu dem Produktionsstopp des Tesla-Werks und einem Stromausfall für Zehntausende Bewohner in der Region führte, sorgte für Entsetzen bis hin zur Bundesregierung. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und prüft ein Bekennerschreiben der als linksextremistisch eingestuften «Vulkangruppe». Diese wirft Tesla in einer Mail «extreme Ausbeutungsbedingungen» vor und fordert eine «komplette Zerstörung der Gigafactory».