Der Berliner Senat will für ein Jahr keine neuen Taxen in Berlin zulassen. Damit will die Landesregierung gegen ein Überangebot vorgehen, wie die Senatsverwaltung für Verkehr mitteilte. «Die Nachfrage ist seit Jahren rückläufig und hat sich auch seit Einführung der Festpreisoption nicht signifikant erhöht», hieß es. «Demgegenüber ist die Anzahl der Taxen auf den Straßen jedoch stark gestiegen.»
Zwischen Dezember 2024 und Ende Januar 2026 hat sich die Zahl der Fahrzeuge in der Hauptstadt demnach um 1.200 auf 6.600 Taxen erhöht. Für viele Betriebe sei ein wirtschaftlich tragfähiger Betrieb angesichts dieses Überangebots nicht mehr möglich.
Der Senat befürchtet deshalb, dass manche Unternehmen geltendes Recht brechen könnten, um überhaupt noch was zu verdienen, zum Nachteil der Fahrerinnen und Fahrer. «Dies führt zu Wettbewerbsverzerrungen zulasten der rechtstreu wirtschaftenden Unternehmen und gefährdet die Stabilität des gesamten Gewerbes», hieß es.