Aus Protest gegen die sogenannte Ausbildungsplatzumlage des Berliner Senats ist die Handwerkskammer des Landes aus einem Bündnis zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen ausgetreten. «Die weitere Mitwirkung der Handwerkskammer Berlin im Rahmen des Berliner Bündnisses für Ausbildung erscheint vor diesem Hintergrund weder zumutbar noch sinnvoll», teilte die Branchenvertretung mit. Auf der Vollversammlung der Kammer hätten sich die Mitglieder mehrheitlich für den Bündnisaustritt ausgesprochen.
Die Aktivitäten zur beruflichen Orientierung, Einwerbung von Ausbildungsstellen und Unterstützung von Auszubildenden werde die Kammer aber «in mindestens gleicher Intensität fortsetzen».
Das Bündnis für Ausbildung hatten CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag verankert. Ihm gehören Politiker, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften an. Ziel des Bündnisses ist es, dass im laufenden Jahr 2000 zusätzliche Ausbildungsverträge im Vergleich zu 2023 unterschrieben sind. Hintergrund ist die seit Jahren sinkende Zahl betrieblicher Ausbildungsplätze.