An Berliner U- und S-Bahnhöfen soll das Angebot an Fahrradstellplätzen deutlich wachsen. Das landeseigene Unternehmen Infravelo will allein in diesem und im nächsten Jahr rund 4.100 neue Plätze schaffen. Langfristig geht es noch um ganz andere Größenordnungen. «Es kommt jetzt Bewegung rein», sagte Infravelo-Sprecherin Alexandra Hensel auf dpa-Anfrage. «Es ist ein wichtiges Vorhaben. Radwege allein reichen nicht. Es muss auch ausreichend gute Angebote geben für das Abstellen von Fahrrädern.»
Wie viele Stellplätze an ÖPNV-Stationen gibt es insgesamt schon?
Infravelo hat den Bestand an 275 S- und U-Bahnstationen ermittelt. Dort wurden rund 36.000 Stellplätze gezählt.
Wie viele fehlen noch?
Die Infravelo-Prognose hat für das Jahr 2030 einen Bedarf von 78.000 Stellplätzen ergeben. Bis dahin müssten also 42.000 zusätzliche Plätze entstehen. Das ist aber nicht beschlossene Sache.
Wie viele sollen in diesem Jahr neu dazu kommen?
Im laufenden Jahr will Infravelo gut 900 zusätzliche - freie und gesicherte - Stellplätze bauen. Für 2027 sind an 39 Stationen bis zu 3.200 weitere geplant.
Was sind besonders große Projekte?
Am S- und Regionalbahnhof Schöneweide sind rund 1.100 freie und gesicherte Stellplätze vorgesehen, am S-Bahnhof Mahlsdorf (Marzahn-Hellersdorf) bis zu 700. Am S-Bahnhof Treptower Park sind mehr als 200 und am S- und U-Bahnhof Lichtenberg bis zu 170 Stellplätze geplant. Am S- und U-Bahnhof Warschauer Straße soll es künftig allein 120 gesicherte neue Stellplätze geben.