Sanierungsbedürftige Brücken, jahrzehntealte Fahrbahnbeläge und starke Frostschäden sorgen auch 2026 für viele Baustellen auf Autobahnen im Nordosten. Die Autobahngesellschaft des Bundes setzt dieses Jahr in Brandenburg, Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern Dutzende Baumaßnahmen im Wert von 320 Millionen Euro (2025: 240 Millionen Euro) um. 181 Millionen entfallen auf Brandenburg und 63 Millionen Euro auf Berlin, wie der Direktor der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH, Ronald Normann, am Montag in Güstrow mitteilte.
Brücken sind die «Sorgenkinder»
In Berlin wird die Baustelle auf der A115 Spanische Allee bis zur Landesgrenze mit Brandenburg wohl noch länger erhalten bleiben. Dies sei der gravierendste Eingriff in das Autobahnnetz in Berlin, so Normann. Es gebe dort viele Schwierigkeiten und Probleme. Hinderlich sei auch der strenge Winter, wodurch zeitweise nicht gearbeitet werden könne. Die Arbeiten würden noch bis Ende 2027 dauern und seien rund ein drei Viertel Jahr im Verzug.
Berlin sei das komplizierteste Bundesland, was an der hohen Verkehrs- und Einwohnerdichte liege. Das Sorgenkind seien dabei die Brücken. Es gebe Bauwerke von 1870, wo es auch um Denkmalschutz gehe. Solche Brücken seien nicht so einfach zu beseitigen, was aber notwendig sei, weil sie nicht mehr trügen.
Die zehn Tunnel im Zuständigkeitsbereich der Niederlassung Nordost liegen alle in Berlin. Die meisten seien umfangreich saniert sowie Beleuchtung und Fluchttüren geändert worden. Auf der A103 muss von Juni bis Oktober dieses Jahres der Tunnel Feuerbachstraße zwischen Saarstraße und Filandastraße in beide Fahrtrichtungen auf zwei bis drei Kilometer für rund zwei Millionen Euro instand gesetzt werden.