Dutzende Mitarbeiter des Essenslieferdiensts Lieferando haben in Berlin mit Arbeitsniederlungen gegen den geplanten Abbau von rund 2.000 Stellen protestiert. Zeitgleich zum Arbeitskampf verhandelten beide Seiten in der Hauptstadt in sechster Runde um einen Interessenausgleich und Sozialplan, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte.
Die Arbeitnehmervertreter rufen seit dem Morgen bis kurz nach Mitternacht zu den Arbeitsniederlegungen auf. «Mit dem Streik will die Gewerkschaft als Gegenmodell gegen diese Unternehmenspolitik einen Tarifvertrag durchsetzen», hieß es zuvor.
Das Unternehmen warf der Arbeitnehmerseite eine irreführende Skandalisierung vor. «Ein Insel-Tarifvertrag ist im gegebenen Marktumfeld unrealistisch», teilte Lieferando mit. Konsumenten seien während des Ausstands nicht betroffen. Erfahrungsgemäß würden nur wenige Mitarbeiter einem solchen Aufruf folgen, hieß es vom Unternehmen.