Was man eigentlich in erster Linie in den USA verorten würde, hat innerhalb weniger Stunden gleich zwei Orte in Deutschland heimgesucht: Tornados sind bei heftigen Unwettern sowohl über Fürstenwalde/Spree in Brandenburg als auch über den Großraum Wetzlar in Hessen hinweggefegt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte in beiden Fällen, dass es sich um Tornados handelte.
Was ist ein Tornado?
Die meisten kennen solche Bilder vor allem aus Hollywood-Filmen: Tornados sind wirbelnde Luftsäulen mit Bodenkontakt, die relativ senkrecht zu einer Wolke in die Höhe ragen. Sie entstehen nach Angaben des DWD bei extrem hohen Temperaturunterschieden in der Luft, die wiederum sehr kräftige Druckunterschiede erzeugen. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben, in diesem Gefüge entsteht dann eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und letztlich wie ein Rüssel aussieht - der DWD bezeichnet ihn als einen «rotierenden Aufwindschlauch».
Dieser Rüssel kann einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde erreichen. In seiner Schneise kann er schwere Verwüstungen anrichten. Wie der DWD schreibt, treten in Mitteleuropa deutlich weniger Tornados auf als in den USA.