Das Landesumweltamt in Brandenburg hat die Flutung von Hochwasserpoldern im Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt in der Uckermark eingeleitet. Ziel ist es, die Hochwassergefahr zu verringern und so große Schäden zu vermeiden. Die Hochwasserwelle der Oder wird in den kommenden Tagen im Nordosten Brandenburgs erwartet. Mit der Polder-Flutung kann sich der Fluss sozusagen auf das angrenzende große Auengebiet ausdehnen, der Pegelstand sinkt erheblich. Landwirte mussten dafür ihre Tiere in Sicherheit bringen.
Kühe und Heu aus Auenlandschaft herausgebracht
Der Leiter des Nationalpark Unteres Odertal, Dirk Treichel, sagte der dpa, die Flutung der Polder habe den großen Vorteil, dass der Hochwasserscheitel um 60 Zentimeter gekappt werde. «Das sind riesengroße Mengen Wasser, die sich dort ergießen können.» Kühe und Heu seien aus dem Gebiet bereits herausgebracht worden. «Wir sind guten Mutes, dass wir da gut durchkommen», sagte Treichel.
Für die Tiere und Pflanzen im Nationalpark sieht er durch die Flutung keine Nachteile. Sie hätten Anpassungsstrategien entwickelt, um mit dem Wasser klarzukommen. «Weiden können bis zu 200 Tage mit dem Stamm im Wasser stehen», sagte Treichel. Auch Zugvögel wie Gänse fänden dort Rastmöglichkeiten. Der Nationalpark Unteres Odertal ist Treichel zufolge der einzige Flussauen-Nationalpark Deutschlands.
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