Das frühlingshafte Wetter haben am Osterwochenende zahlreiche Menschen zu einem Ausflug in den Spreewald und vor allem zu Kahnfahrten durch die Kanäle genutzt. Orte wie Lübben, Lübbenau und Burg waren nach einer dpa-Umfrage gut besucht. Der stellvertretende Hafenmeister von Burg, Tino Meier, sprach von einem der besten Karsamstage seit Langem, was die Kahnfahrten angehe. «Mehr geht eigentlich nicht.» Auch die Hotels in dem Tourismusort meldeten ausgebuchte Zimmer, sagte Meier. Das Osterwochenende ist traditionell Saisonbeginn für die Fährleute im Spreewald.
300 Kilometer Wasserwegenetz
Die Spreewaldkähne haben voll besetzt einen Tiefgang von etwa 30 Zentimetern. Im gesamten Spreewald gibt es etwa 600 Kähne. Etwa 200 Fließe sind befahrbar. Wie ein dichtes Netz durchziehen die Wasserarme den Spreewald. Rund 300 Kilometer Wasserwegenetz können mit dem Paddelboot, Kanu, Kajak oder auch bei einer Kahnfahrt durch den Ober- und Unterspreewald erkundet werden. Seit 1991 ist der Spreewald als Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt und damit Bestandteil eines weltweiten Netzes großflächig angelegter Schutzgebiete.
Ganz anders schipperten Uckermärker übers Wasser. Auf dem Unteruckersee in Prenzlau stach pünktlich zu Ostern das Fahrgastschiff «Weiße Muschel» in See. Viele Einwohner hatten in der Vergangenheit immer wieder nach einem solchen Angebot gefragt, wie die Stadt mitteilte. Für die Absicherung künftiger Angebote am Wochenende und den Feiertagen würden nun noch ein oder zwei Kapitäne gesucht.
Viele Ausflügler zog es auch zu den zahlreichen Osterfeuern - allein im Landkreis Dahme-Spreewald wurden mehrere Dutzend organisierte Feuer in unterschiedlicher Größe entzündet. Laut Polizei kamen bis zu 3000 Besucher. Die Feuer sollen die Wintergeister und die Dunkelheit vertreiben, den Frühling und die Wiederkehr der Natur begrüßen.