BSR rechnet bis Mitte April mit Beseitigung von Streusplitt in Berlin
Auf vielen Gehwegen in Berlin liegt nach wie vor buchstäblich haufenweise Streusplitt. Und das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben. Für die Berliner Straßenreinigung (BSR) und ihre rund 2.400 Mitarbeiter im Winterdienst ist die Beseitigung der Splittmassen eine Mammutaufgabe. Sie rechnet damit, dass sie voraussichtlich bis Mitte April dauert, vorausgesetzt es gibt keinen weiteren längeren Wintereinbruch. Die BSR bittet Anlieger deshalb um Mithilfe, damit es in den kommenden Wochen möglichst schnell vorangeht. «Wir hoffen, dass es viele Bürger gibt, die mit anpacken», sagte der Leiter der BSR-Straßenreinigung, Axel Koller – und gab dafür gleich mehrere Tipps: Neuer Splitt wird von der BSR ab sofort nicht mehr ausgegeben. Die Stadtreinigung hatte den Bezirken und privaten Anliegern ab Ende Januar kostenlos Splitt zum Streuen zur Verfügung gestellt. Über ausgewählte Bezirkshöfe wurden dabei rund 575 Tonnen ausgeben, der Großteil (485 Tonnen) davon ging an die Bezirke. Wie viel Splitt insgesamt beseitigt werden muss, lässt sich nicht seriös beantworten. Es gibt keine Statistik darüber, wie viel davon gestreut wurde. Allein die BSR hat in ihrem Zuständigkeitsbereich allerdings in der Winterdienstsaison 2025/2026 rund 4.000 Tonnen eingesetzt – deutlich mehr als in den Jahren davor. Dazu kommt der Splitt, den private Reinigungsdienste und Privatpersonen verwendet haben. Die BSR verwendet den eingesammelten Splitt selbst nicht wieder. «Er wird gereinigt und im Straßenbau als Baumaterial verwendet», sagte Koller. Streusplitt sei scharfkantig – wenn mehrfach darüber gelaufen wurde, werde er stumpf. «Wir benutzen immer frischen.» Die BSR bittet um Verständnis, dass der Splitt nicht in kurzer Zeit beseitigt wird. Bei der Stadtreinigung hätten sich schon mehrere Berliner gemeldet, denen es nicht schnell genug ging, sagte Koller – nach dem Motto: «Der Winter ist doch vorbei, warum ist hier noch nicht alles weggeräumt?». Eine solche Anspruchshaltung habe ihn erschrocken. «Die ist natürlich nicht zu erfüllen.» Die Stadtreinigung hat außerdem schon anstrengende Wochen hinter sich: «Ich habe noch nie in so viele müde Gesichter geguckt», sagte Koller. Der Winterdienst sei im ganzen Januar und in der ersten Februarwoche rund um die Uhr im Einsatz gewesen. Manche Mitarbeiter hatten Koller zufolge Einsatzzeiten von 13 oder 14 Tagen am Stück, dann einen Tag frei und danach wieder ein Dutzend Einsatztage ohne Unterbrechung. «Das sind Belastungen, die es in der BSR so seit 2010 nicht mehr gab. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenStadtreinigung gibt keinen neuen Splitt mehr aus
Stadtreinigung hat Ausnahmewochen hinter sich