Logo DieBrandenburger News
Nachrichten / Wetter

Berlin: Kopfüber ins flache Wasser kann zu Querschnittslähmung führen

Berlin: Kopfüber ins flache Wasser kann zu Querschnittslähmung führen
«Die Halswirbelsäule ist besonders fragil», sagt Experte Jan Schwab. (Archivbild) / Foto: picture alliance / dpa
Von: DieBrandenburger News
Besonders bei großer Hitze und ausgelassener Stimmung ist ein Sprung ins kühle Wasser verlockend. Genau davor warnt ein Experte für Rückenmarkverletzungen des Unfallkrankenhauses Berlin.

Ein Sprung kopfüber ins flache Wasser kann schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben, warnen Experten. «Die Halswirbelsäule ist besonders fragil», sagt Jan Schwab, Direktor der Klinik für Rückenmarkverletzte und Paraplegiologie am BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), der dpa. «Das führt direkt zu einer Lähmung», sagte Schwab, dann seien Beine und Arme betroffen. «Wenn man den Boden nicht sieht, auf keinen Fall springen.»

Schwab sieht davon am UKB jährlich mindestens zehn Fälle. Oft handele es sich um «übermütige junge Männer», die aus Lebensfreude kopfüber ins flache Wasser springen und im Anschluss querschnittsgelähmt seien. Auch Alkohol spiele oft eine Rolle. «Man möchte die Lebensfreude nicht einschränken», sagte Schwab. «Aber es ist eine vermeidbare Verletzung.» 

Ein bis anderthalb Meter tiefes Wasser sei zu flach für einen Sprung kopfüber, sagte Schwab, der auch eine Professur für Klinische und Experimentelle Paraplegiologie an der Charité hat. Auch zwei bis zweieinhalb Meter können zu flach sein, je nach Sprunghöhe. Er empfiehlt, auch nicht in Hockstellung ins Wasser zu springen, weil dann Beckenfrakturen möglich seien. 

DieBrandenburger News
Artikel von

DieBrandenburger News

DieBrandenburger News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.