Nach Rohrbruch in Spandau: Gebäude wird geräumt
Der Bruch einer größeren Wasserleitung hat in Berlin-Siemensstadt Keller volllaufen lassen und Straßen und Gehwege unterspült. Prüfstatiker sind dort weiter im Einsatz, um die Sicherheit der betroffenen Gebäude in Augenschein zu nehmen. Für ein Haus im Hefnersteig steht bereits fest, dass die Bewohner dort nicht über Nacht bleiben können, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Abend sagte. Das fünfstöckige Wohnhaus müsse geräumt werden. Wie viele Menschen davon betroffen seien, sei noch nicht bekannt. Für diejenigen, die nicht bei Freunden oder Verwandten bleiben könnten, wolle der Bezirk für die Möglichkeit sorgen, in einem nahegelegenen Hotel zu übernachten. Ob noch weitere Gebäude vorerst nicht mehr genutzt werden sollten, sei bisher nicht abzusehen und hänge von den Untersuchungen der Prüfstatiker ab. In der vergangenen Nacht liefen am Wernerwerkdamm über mehrere Stunden mehr als eine Million Liter Wasser aus. In 14 Wohnhäusern und einem Industriegebäude stand das Wasser zum Teil bis zur Kellerdecke. Straßen und Gehwege wurden unterspült. Auf Gehwegen brachen Pflastersteine ein und hinterließen Löcher. Straßen waren mit Matsch und Pfützen bedeckt. Mehrere Straßenzüge waren zeitweise ohne Strom und die Versorgung mit Trinkwasser unterbrochen. 1.200 Anwohner sind laut den Angaben davon betroffen. Laut einer ersten Prüfung von Statikern vor Ort sind die Gebäude nicht einsturzgefährdet. Die Bewohner können also vorerst in den Häusern bleiben. Die Gebäude sollen aber weiter geprüft werden. Menschen wurden ersten Erkenntnissen zufolge nicht verletzt. Die Feuerwehr ist mit 100 Kräften im Einsatz und pumpt die Keller leer. Der Einsatz ist bislang nicht beendet und wird voraussichtlich bis zum Abend dauern. Es sind nicht alle Keller leergepumpt und eine Gasleitung muss geschlossen werden. Laut Feuerwehr wurde ein Tor einer Werkszufahrt unterspült und könnte absacken. Deshalb muss eine Gasleitung, die unter dem Tor lang führt, abgequetscht werden. In den betroffenen Gebäuden gebe es inzwischen wieder Strom und Wasser, hieß es. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten1.200 Anwohner ohne Wasser und Strom