Rot-Kreuz-Chef: Zentrum kann bis zu 5.000 Menschen versorgen
Das neue Bevölkerungsschutzzentrum im brandenburgischen Luckenwalde ist nach Ansicht von Rot-Kreuz-Präsident Hermann Gröhe die Antwort auf eine zentrale Herausforderung. «Die Versorgung von bis zu 5.000 Menschen wie aus einer mobilen Kleinstadt im Container, die sie transportieren und dann aufbauen können», sagte Gröhe im RBB-Inforadio. Er verwies auf Beispiele wie die verheerende Flut im Ahrtal oder die große Flüchtlingsbewegung 2015, «dass Sie plötzlich eine sehr große Zahl von Personen gut versorgen müssen». Unter ihnen könnten Pflegebedürftige sein oder auch Menschen, die medizinische Betreuung bräuchten. Zudem müsse unter schwierigen Bedingungen eine vernünftige Verpflegung inklusive Trinkwasser sichergestellt sein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eröffnet heute in Luckenwalde ein riesiges Bevölkerungsschutzzentrum. Für die Eröffnungsfeier haben sich auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) angekündigt. Gröhe sagte, dass in den vergangenen Jahrzehnten Zivilschutz und Bevölkerungsschutz reduziert worden sei – «im Rahmen der Erwartung, wir sind von Freunden umgeben». In den vergangenen Jahren sei dann wieder ein Stück aufgebaut worden, «aber deutlich zu wenig». «Deswegen hat das Rote Kreuz sich vor drei Jahren entschieden: Wir gehen in Vorleistung.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten