Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) ist über die Gewalt von Fußball-Anhängern gegen Polizisten beim Regionalliga-Spiel zwischen dem BFC Dynamo und Energie Cottbus (0:2) am vergangenen Samstag entsetzt. «400 bis 500 Chaoten haben das Spiel als Bühne benutzt», sagte Till Dahlitz, Geschäftsführer des NOFV, am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur.
Der Verband verurteilte die Ausschreitungen, bei denen 155 Einsatzkräfte verletzt wurden, auf das Schärfste. Mit Blick auf die Krawalle bereits während der Partie, die zu einer 16-minütigen Spielunterbrechung führten, kündigte Dahlitz ein Sportgerichtsverfahren an.
Dahlitz betonte, der NOFV sei seit Monaten und vor allem in den vergangenen Wochen bei der Vorbereitung dieser Partie eingebunden gewesen. Erst nachdem die Polizei grünes Licht gegeben habe, sei der Wunsch der Cottbuser, das Spiel in ein anderes Stadion zu verlegen, abgelehnt worden. Im Nachgang müssen die Vorkommnisse nun aber gemeinsam ausgewertet und geprüft werden, ob das Sicherheitskonzept tatsächlich erfolgreich war.