Die Lage beim Waldbrand in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg wird dramatischer. Immer mehr Menschen müssen vor den Flammen und dem Rauch flüchten und in Sicherheit gebracht werden.
Für drei Gemeinden in der Region wurde wegen des Waldbrandes Katastrophenalarm ausgelöst. Betroffen sind laut Warnapp Nina die Gemeinden Zeithain und Wülknitz sowie die Stadt Gröditz. Dies bedeutet vor allem, dass die Kräfte der jeweils zuständigen Behörden gebündelt werden.
Bis zum Mittag mussten nach Angaben des Landratsamtes Meißen zwei Ortschaften evakuiert werden. Am Nachmittag durften zumindest die Bewohner des Zeithainer Ortsteils Neudorf wieder in ihre Häuser. Die Lage in diesem Gebiet ist nach Angaben des Landratsamtes Meißen unter Kontrolle und die Evakuierung aufgehoben, hieß es über die Warnapp Nina.
Die Zahl der Einsatzkräfte aus beiden Ländern wurde inzwischen auf mehr als 500 aufgestockt. Bei dem Ausmaß des Brandes gehen die Angaben weit auseinander: Das Landratsamt berichtete am Donnerstag zunächst von 200 Hektar. Nach Angaben von Feuerwehrleuten vor Ort soll der Brand jedoch eine Fläche von rund 1.000 Hektar umfassen und damit umfangreicher sein, als der Großbrand aus dem Jahr 2022. 1.000 Hektar entsprechen ungefähr der Größe von 1.400 Fußballfeldern. Nach wie vor ist der Waldbrand nicht unter Kontrolle.