Berlins Innensenatorin Iris Spranger will eine «große Reform» des Rettungsdienstgesetzes (RDG) noch in diesem Jahr auf den Weg bringen. Damit soll besonders der Rettungsdienst entlastet werden. Der Senat arbeite «mit Hochdruck» an der Novellierung des Gesetzes, sagte die SPD-Politikerin bei der Präsentation der Jahresbilanz der Berliner Feuerwehr am Freitag in Berlin. Der entsprechende Entwurf liege bereits bei der Feuerwehr und werde demnächst im Abgeordnetenhaus behandelt. 1 215 052 Notrufe habe die Berliner Feuerwehr im vergangenen Jahr entgegengenommen.
Mit der Reform sollen die Aufgaben der Feuerwehr allgemein geschärft werden, wie die Innensenatorin betonte. Man wolle die «Schnittstellen zwischen Rettungsdienst, der kassenärztlichen Vereinigung (KV) und den Krankenhäusern verbessern», um auch den Rettungsdienst zu entlasten. Auch die verschiedenen Hilfsorganisationen sollen mehr in die Arbeit der Feuerwehr eingebunden werden, sodass ehrenamtliche Kräfte etwa im Katastrophenschutz oder bei Großveranstaltungen vermehrt zum Einsatz kommen können.