Trotz leicht sinkender Pegelstände hält das Oder-Hochwasser im Osten Brandenburgs Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft - für manche Anwohner hat Ausnahmezustand geherrscht. Weil das Wasser in einem Wohngebiet von Frankfurt (Oder) hoch auf der Straße stand, stiegen einige Bürger auf Boote um.
Wassermassen drückten gegen die Hochwasserschutzanlagen, immer wieder mussten undichte Sandsack-Barrieren verstärkt werden. Für einen Teil des Flussgebietes entlang der Oder - im Oder-Spree-Kreis - galt heute weiterhin die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4.
Die Hochwasserwelle bewegt sich vom südlichen Teil der Oder in Brandenburg nun weiter Richtung Nordosten. Dort wurden im Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt gezielt Hochwasser-Polder geflutet, um Deiche zu entlasten und Anwohner zu schützen.
Vor allem an Uferregionen im Oder-Spree-Kreis kam die Flut Wohngebieten gefährlich nahe. Einige Straßen, Keller und Gärten standen unter Wasser. Von großen Schäden berichteten die Oder-Regionen bislang nicht. Es kam jedoch zu Durchbrüchen, weil beispielsweise Schutzwände Risse bekamen. In Eisenhüttenstadt reagierten Einsatzkräfte auf Sickerstellen am Deich, die mit Sandsäcken abgedichtet wurden.