Beim verheerenden Waldbrand in der Gohrischheide im nördlichen Sachsen ist noch immer keine Entspannung in Sicht. Die Feuerwehr hat ihre Löschtaktik umgestellt. «Das Feuer soll nun bis auf wenige Meter an festgelegte Grenzen heran brennen», teilte die Landratsamt Meißen mit. So werde den Flammen die Nahrung weggenommen und es würden dadurch langfristigere Löscherfolge erzielt. Bereits seit 1. Juli brennt es in dem Gebiet an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg.
Landrat Ralf Hänsel (CDU) geht davon aus, dass der Einsatz noch Tage, «wenn nicht gar Wochen» andauern könne. Das Terrain müsse noch längere Zeit kontrolliert werden. Nach Aussagen von Kreisbrandmeister Thomas Fischer wird in den kommenden Stunden mit böigen Winden gerechnet, was die Lage wieder erschweren könnte. Man sei noch nicht über dem Berg bei der Bekämpfung des Waldbrandes, so Fischer.
Vorsichtiges Aufatmen unterdessen in Jacobsthal-Bahnhof: Die Evakuierung der Ortschaft wurde aufgehoben, 45 Bewohner können nach Angaben des Landratsamtes seit dem Nachmittag in ihre Häuser zurückkehren. Am Freitagabend mussten sie wegen des Waldbrandes in der Gohrischheide ihre Häuser verlassen. Die Sperrung des Ortes Heidehäuser bleibt vorerst bestehen.