Rund 6700 Menschen dürfen nach der Entschärfung einer etwa 100 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe in Berlin-Schmargendorf (Charlottenburg-Wilmersdorf) zurück in ihre Wohnungen. «Alle Sperrungen sind aufgehoben, und die Weltkriegsbombe wird abtransportiert», teilte die Polizei am Donnerstagnachmittag auf der Plattform X (früher Twitter) mit. Experten entfernten demnach den Zünder des Blindgängers und sprengten ihn kontrolliert.
Mehr als 30 Wohnblöcke waren von der Evakuierung betroffen. Die Bewohner kamen in Notunterkünften in Sporthallen unter. Hilfsorganisationen brachten Menschen, die nicht mehr mobil waren, und fuhren sie nach der Entschärfung wieder zurück nach Hause, wie die Feuerwehr Berlin mitteilte. Auch vier Kindertagesstätten lagen im Sperrkreis, laut Feuerwehr können sie am Freitag wieder wie gewöhnlich Kinder betreuen.
Die S-Bahn-Linien 41, 42 und 46 fuhren am Nachmittag wieder durch, wie die S-Bahn Berlin auf der Plattform X mitteilte. Auch bei der U-Bahnlinie 3 gab es nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) keine Unterbrechungen mehr. Es könne am frühen Abend aber noch zu Verspätungen kommen.