In der Döberitzer Heide sind in diesem Jahr bereits 31 Wiedehopf-Jungvögel gezählt worden. Die Tiere wurden am Dienstag mit einem Ring ausgestattet und gewogen, wie eine Sprecherin der Heinz Sielmann Stiftung sagte. Auffällig sei, dass die Tiere in diesem Jahr schon weiter entwickelt seien als sonst zur Beringungszeit - das hänge mit der früheren Brut zusammen. Die Heinz Sielmann Stiftung kümmert sich deutschlandweit um Artenschutz und betreut mehrere große Flächen in Brandenburg, darunter auch die Döberitzer Heide, einen ehemaligen Truppenübungsplatz.
Der Wiedehopf war in diesem Jahr bereits Anfang April in der Döberitzer Heide zurück - und damit früher als erwartet. «Ich bin überrascht, dass der Vogel so früh im Jahr bei uns aufgetaucht ist», erklärte Tim Funkenberg, Biologe und Wiedehopf-Experte bei der Heinz Sielmann Stiftung, laut einer Mitteilung im April. «Wir erwarten Wiedehopfe eigentlich eher Mitte bis Ende April, manchmal sogar erst im Mai in Brandenburg.» Grund zur Sorge sei die zeitige Rückkehr der Vögel jedoch nicht.