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Wie läuft die Wildschweinjagd auf dem Südwestkirchhof?

Wie läuft die Wildschweinjagd auf dem Südwestkirchhof?
Wildschweine haben den Friedhof durchwühlt. (Archivbild) / Foto: ---/Südwestkirchhof Stahnsdorf/dpa
Unbekannte hatten Zäune des bekannten Friedhofs zerstört und Wildschweinlockstoff ausgebracht. Die Tiere richteten seitdem große Schäden an. Nun stehen sie auf der Abschussliste.

Nach Beschädigungen am Zaun auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf sind bisher noch keine Wildschweine gejagt worden. «Aufgrund der schwierigen Lage konnte bisher kein Schwarzwild gestreckt werden, da sich die Jäger auch erst in diesem Sondergebiet des Südwestkirchhofs einrichten müssen und es ist noch Hochsaison, also Grabbesucher und Touristen sind unterwegs», sagte Friedhofsleiter Olaf Ihlefeldt.

Die Jagdfrist bis zum 31. Oktober reiche auf keinen Fall, sagte Ihlefeldt. Allerdings hätten ihm die Behörden eine Verlängerung der Jagdfrist bis zum 31. März 2027 in Aussicht gestellt. In dieser Zeit wolle man eine «konzentrierte Bejagung organisieren». Dafür werde der Friedhof laut Ihlefeldt dann ganztägig komplett geschlossen und die Tiere würden bejagt. Das Ziel sei, «sämtliches Schwarzwild aus dem befriedeten Gebiet zu bekommen».

Unbekannte hatten wiederholt den Zaun auf dem Gelände beschädigt und Lockstoff für Wildschweine angebracht. Die Tiere durchwühlen seitdem Grünflächen und hinterlassen auch auf Grabfeldern ihre Spuren. Inzwischen seien auch betreute Gräber und Gedenkstätten für Kriegsopfer betroffen. Das Mitarbeiterteam sei täglich damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen.

Aktuell lasse sich noch keine genaue Zahl nennen, wie viele Tiere noch abgeschossen werden sollten, führte Ihlefeldt aus. Wann die Jagdaktion auf dem Friedhof stattfinden soll, sei noch offen. Der Friedhof südwestlich von Berlin gilt nach eigenen Angaben als einer der größten und bedeutendsten in Deutschland.

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