Die Luftqualität in Berlin und mehreren Brandenburger Städten ist in diesen Tagen infolge eines Hochdruckgebiets und der Kälte äußerst schlecht. Mit dem erwarteten Wetterumschwung in der Nacht und zum Wochenstart werde sich die Lage aber erheblich bessern, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdiensts für die Region. «Die erwarteten Niederschläge sorgen dafür, dass die Schadstoffkonzentration abnehmen wird.»
Die jüngste Frostphase mit einem Hochdruckeinfluss habe dafür gesorgt, dass die Luft am Boden nur sehr schwer in die oberen Schichten habe aufsteigen können. Kalte Luft sei zudem schwer und träge, wodurch es wenig Austausch gegeben habe. Zudem sei bei der Kälte viel geheizt worden, wodurch zusätzliche Schadstoffe in die Luft getragen worden seien.
Daten des Umweltbundesamts zufolge sind vor allem Regionen im Osten und Süden von Berlin von der schlechten Luftqualität betroffen. Im Zentrum von Potsdam etwa lag der Wert für Feinstaub der Partikelgröße von bis zu 2,5 Mikrometer (PM2,5) derzeit bei 61 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), in Wildau sowie in Eisenhüttenstadt bei jeweils 58 µg/m³. Das ist alles deutlich über dem Grenzwert. In Frankfurt/Oder sieht die Situation mit 48 µg/m³ nur wenig besser aus.